Alles ändert sich irgendwie....

Als das Ponyhaus 2010 seine Türen öffnete, war ein kleiner nebenberuflicher Zweig mit 4-6 Ponys geplant. Doch schon im Sommer 2010 taten 9 Ponys ihren Dienst, denn die Nachfrage war nicht, wie ursprünglich geplant, zu bewältigen.

 

Einige von Euch sind Gäste der "ersten Stunde" und einen langen Weg mit uns gegangen. Inzwischen beherbergen wir 14 Pferde und Ponys, zwischenzeitlich waren es 19, und die Zahl der Kinder in den Reiterferien ist enorm gestiegen.

 

In den letzten 2 Jahren konnten wir phasenweise keine Tageskinderplätze mehr anbieten, da diese schon vor Monatsbeginn durch unsere Stammgäste belegt waren.

Der Verwaltungsaufwand ist stetig gestiegen, ich war mehr im Büro als auf dem Platz. Eine Entwicklung, die mir nicht gefällt, denn ich war gerne draußen.

In der Nebensaison explodiert die Nachbereitung der letzten Ferienwochen und die Vorbereitung der Nächsten. Wenig Möglichkeiten für mich, selber zu reiten, oder mich überhaupt um die Pferde zu kümmern.

 

Wirtschaftlich kann man sagen, dass es "gut lief", denn wir hatten im Gegensatz zu vielen anderen Reitbetrieben keine Nachwuchssorgen.

 

Schließlich gründeten wir 2014 den "PS-Pahldiek e.V." und erweiterten unser Angebot um Grundschule, Förderschule, Kindergarten und Vereinsarbeit. Mit einer ständig steigenden Mitgliederzahl wurde auch dieser neue Zweig gut angenommen. Doch der Verwaltungsaufwand stieg weiter.

 

Im letzten Jahr verstärkte sich durch erhebliche Nachfrage der Bereich der "Kurpferde" und hätten wir mehr Kapazitäten gehabt, wäre er noch größer gewesen.

In der Folge war ich wenig am Pferd und noch weniger auf dem Pferd - für mich ein unschöner Zustand, denn ich arbeite lieber praktisch, als drinnen im Büro.

 

In den letzten Jahren hatten wir zunehmend "Personalprobleme" - die Zeiten von Luisa und Franzi, die jedes Jahr ihre gesamten Ferien hier verbrachten, sind vorbei. Auch hier steuern wir noch deutlich "gegen den Trend" und haben das Glück, dass viele gute, engagierte, junge Leute uns ehrenamtlich in allen Ferien unterstützen. Doch die Zeiten ändern sich, denn die Ansprüche der Kinder und Eltern sind deutlich anders als vor 10 Jahren. Das macht es unseren Betreuern nicht leichter und führt langfristig natürlich auch zu "Verlusten" in diesem Bereich.

In der Folge ist es in bestimmten Ferienzeiten schwierig, überhaupt versierte Ponymädchen oder "Männchen" zu finden.

 

Die Arbeit in der Küche wird jedes Jahr zeitintensiver. Friederieke, die zum Glück beruflich in diesem Bereich arbeitet, ist jedes Jahr eine große Unterstützung. Aber in Zeiten von Lactose-Intoleranz, Gluten-Unverträglichkeit, verschiedenen Allergien und besonders den Vorlieben der Kinder, wurden in Spitzenzeiten 7-8 unterschiedliche Varianten "angerührt", um jedem Kind gerecht zu werden. Für mich, in der "Friederieke-freien-Zeit" nicht mehr zu bewältigen.

 

Damit ich wieder mehr Zeit für Ponys und Kinder habe - und auch für mich und meine Familie - musste eine "Umstrukturierung" her.

 

Daher haben wir entschieden, die Reiterferien ab 2020 nur in den Wochen anzubieten, in denen nicht mehrere Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Für 2020 sind das die folgenden Wochen:  

12.04. - 17.04.20    

28.06. - 03.07.20

05.07. - 10.07.20

10.08. - 14.08.20

Da das eine erhebliche Reduzierung der zur Verfügung stehenden Plätze bedeutet, ist damit zu rechnen, dass die Wochen schnell voll sind.  

         
Die Abreise aus den Reiterferien erfolgt ab 2020 bereits am Freitag zwischen 16.00 und 19.00 Uhr. Anreise und Preis bleiben gleich.      

 

Dadurch erhöht sich aber automatisch die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze für Tageskinder. Das ist auch notwendig, sonst fehlt uns in absehbarer Zeit der "Nachwuchs".

Auch hoffen wir, das unsere Ponymädchen-Männchen-Truppe so etwas entlastet wird, und uns entsprechend länger unterstützt.

 

Wir möchten damit die Qualität unseres Angebotes erhalten, wenn möglich auch steigern und auf die veränderten Wünsche und Bedürfnisse eingehen.

 

Auch soll das Ponyhaus klein und familiär bleiben, denn Jan und ich schätzen den persönlichen Kontakt zu "unseren Kindern", aber auch zu deren Eltern und in den letzten Jahren fehlte oft die Zeit für ein persönliches Gespräch, oder einen kleinen privaten Austausch bei einer Tasse Kaffee.

Unsere Gäste sollen uns weiter persönlich am Herzen liegen und nicht zu anonymen Konsumenten unserer Angebote werden.

 

Wir haben uns für "Back to Basics" entschieden, denn wir möchten die Freude an unserer Arbeit nicht verlieren, den Kindern gemeinsam mit den Helfern einen behüteten sozialen Raum bieten und mit den Eltern im Austausch darüber stehen.

 

Da wir in den Reiterferien eine Altersobergrenze von 12 Jahren haben, hoffen wir, dass es nicht zu viele Kinder trifft, die durch diese Veränderung 2020 nicht mehr zu uns kommen können.

 

Buchungen von Kindern, die uns nicht kennen, nehmen wir daher b.a.w. nicht an !

 

Wir freuen uns auf 2020 und hoffen, dass die Kinder uns trotzdem erhalten bleiben!

 

Sylvia & Jan