Erinnerung an Struppy, Valerie, Gipsy, Thor, Cäsar, Sandrine & Motte , Oskar, Jasper und Theo

Am 19.01.2018 haben wir das weltbeste Kinderpony verloren. Du hinterlässt eine Lücke in deiner Herde und in unserem Leben - danke für deine Geduld und die Liebe die du für immer in den Herzen deiner Kinder hinterlässt. Möge der Pegasus-Ponyhimmel voller Möhren für dich sein!

Danke an alle, die mit uns um Theo trauern, sein Tod kam unerwartet und hinterlässt uns fassungslos. Du fehlst...

 

Struppy


Eine Katzen hat 7 Leben und wieviele Leben hat ein Struppy?

In den letzten 2 Jahren jagte eine Katastrophe die Andere und wir waren 4 x bei dir auf der Weide, weil wir dachten du kannst nicht mehr. Jedes Mal wußtest du genau was wir vorhatten und hast dich hochgerappelt und deutlich demonstriert, dass du noch nicht am Ende bist. Nach 6 Monaten mit Schmerzmitteln, Extrafutter, und allem was die Apotheke Carolinensiel an Alternativangebot auffahren konnte, hast du in diesem Sommer, der dein Letzter sein sollte, um dein Ponyleben gekämpft.

Im Juni konnten wir dich ohne Schmerzmittel laufen lassen und nachdem du wieder vorsichtige "Einsätze" mit der kleinen Anna genossen hattest, hatten wir die geniale Idee, dich zu "Rondos Beruhigung" mit zum Ponyrennen nach Hooksiel zu nehmen. Während Rondo selbst während des Rennens nicht richtig wach wurde, hast du im eleganten "Seitwärts-Step" den Rennbahnrand unsicher gemacht. Als die Glocke zum Start klingelte, hatte ich plötzlich deine Vorderhufe auf Augenhöhe und im Anschluß hast du den Hänger zerlegt, weil du nicht rennen durftest - leider ist dein Feuer nicht auf Rondo übergesprungen......

Danach warst du wie ausgewechselt und hast die Weide unsicher gemacht, trotzdem warst du wie immer der Liebling der Kleinen, und im Herbst schlug nach einer langen Testphase deine große Stunde - du hattest wieder ein Kind in einer Ponywoche! Du kamst mir 10 cm größer vor und bist stolz deine Runden gelaufen, immer lieb und zuverlässig - bis ich die überaus dämliche Idee hatte, dich zum Hubertusritt mitzunehmen. Beim Anblick der langen geraden Moorwege schlug dein Ponyherz höher und dass von Rebecca 10 x schneller, denn du wolltest rennen. Mir tut heute noch die Schulter weh, die du 90 min lang auskugeln wolltest und ich schwöre, ich schicke dich nie wieder in eine Schrittrunde!!!! Am nächsten Tag durftest du als Handpferd die schnelle Runde mitlaufen und wie früher warst du als erster zu Hause......

Damit nicht genug, Tage später hast du dir den Weg über den Zaun zu Nachbars rossiger Stute gebahnt und du warst nicht derjenige, der gerissen hat, dass war einer von den anderen 10 Ponys, die dir natürlich gefolgt sind, denn irgendwann hast du auch die Rangordnung wiederhergestellt und dem Chef rennen eben alle hinterher - so durften wir morgens um 7.30 Uhr alle 11 Ponys einfangen!

Trotzdem: Schön dass es dir gut geht und wer weiß, vielleicht schaffst du es ja noch zum Ponyrennen 2012.....


Bis zum Ponyrennen 2012 hast du durchgehalten, dann mußten wir leider erfahren, dass du deine "Leben aufgebraucht" hattest. Am 25.08.2012 haben wir ein letztes Mal gemeinsam um dein Ponyleben gekämpft. Du mit deinem unerschütterlichen Ponymut und ich mit dem Mut der Verzweiflung. Am Ende haben wir vor einer Kolik kapitulieren müssen - und dein Platz am Zaun bleibt für immer leer.....


Unser erstes Pony Struppy - Am 25.August 2012 mitten aus dem Leben gerissen, durch eine banale Kolik. Du warst ein ganz besonderes Pony, "deine Kinder" werden dich sicher nie vergessen! "Danke" an die "große Anna", dass ich dich haben durfte und "Danke" an die "kleine Anna" und alle anderen Kinder (Chantal, Emelie, Eva, Hannah, Rebecca usw), dafür dass sie dich so lieb gehabt haben.


Erinnerung an Valerie


Du hattest nur einen Sommer bei uns. Vermutlich warst du schon krank als wir dich geholt haben. Lieb, anhänglich, verschmust, rangniedrig hast du dich schnell in die Herzen der Kinder gespielt. 

Irgendwann hast du viel gelegen, wenig gefressen, wurdest teilnahmslos. Wir mußten zusehen wie du aufgegeben hast und am Ende blieb uns nur, dich zu erlösen. Unter den Obstbäumen hast du müde einen letzten Apfel genommen und viel zu früh mußten wir dich gehen lassen.....


Gipsy


Im Winter 2010 haben wir dich als "Kinderpony" angeboten bekommen. Du standst in einem dunklen Stall neben Heu und unter Stroh, zusammengepfercht mit unzähligen anderen Ponys. Auf unseren Wunsch hat man dich in den Hof geführt, wo du blinzelnd im Schnee standst, hustend und schnaufend. Unübersehbar krank und vermutlich tragend von einem viel zu großen Hengst im Nachbarstall. Nach dir wurden uns noch viele Ponys "präsentiert". Als wir den Stall durchquerten um ohne Pony zu gehen hast du mich angesehen und flehentlich gewiehert. Josie hat gefragt wie du heißt. Du warst die Nr. 512 ohne Namen und solltest 500 € kosten, die Josie von ihrem Sparbuch bezahlen wollte. Am Ende waren es 300 € inkl. "Lieferung" am nächsten Tag.

Der Schnee war hoch als wir dich wegen der unbefahrbaren Straße in Groß Charlottengroden abholten. Am Schweinestall hast du dich fallenlassen und der Schnee färbte sich gelb. Wir dachten du stehst nie wieder auf, aber irgendwie hast du dich ins Ponyhaus geschleppt.

Wir hatten oft Sorge wegen dir, denn du kriegtest ständig schlecht Luft. Im Juli hast du dein Fohlen verloren. Für dich war das besser, aber es ging dir immer wieder schlecht, so dass wir schließlich entschieden dich an eine Familie abzugeben.


Ein fataler Fehler! 


Wir haben dich hingefahren und mit Schutzvertrag abgegeben. Schon 4 Wochen später wollte die Familie, die dich unbedingt haben mußte, dich nicht behalten. Innerhalb von 2 Tagen haben sie dich verschachert, als Kinderpony für die Zucht geeignet und ohne gesundheitliche Probleme. Wir haben dich gesucht, gerade rechtzeitig um zu erfahren, dass man dich aus Unwissenheit in einer Heulagerscheune gehalten hatte, wo sich dein Zustand so verschlechterte, dass man dich einschläfern lassen mußte.


Wir werden nie wieder ein Pony an Fremde abgeben, weil wir denken dass es woanders besser ist als bei uns. Schutzverträge sind nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben sind und konnten dich nicht retten.


Thor


Als du kamst warst du nicht hundetauglich, nicht kindersicher nicht familienfähig. Als du uns 10 Jahre später verlassen hast, blieb eine Lücke bei den Nachbarhunden, den Ferienkindern und besonders bei unserer Familie.


Du hast uns immer beschützt, auch vor Dingen die nicht gefährlich waren, wie Boote oder Schwimmen im Meer. Todesmutig hast du dich in die Fluten gestürzt und unser Ruderboot unter unseren Prostesten an Land gezogen, oder uns an den Badesachen an Land gezerrt. Wir hatten eine lange gemeinsame Zeit und am Ende hätten wir alles getan um sie zu verlängern, aber wir konnten auch dich nur erlösen.


Für deine Verwandlung vom kinderfeindlichen Rüdenhasser hast du keinen Psychiater gebraucht und obwohl du es vorher nicht leicht mit den Menschen hattest, hast du es uns leicht gemacht. Ich habe unendlichen Respekt vor deiner Leistung - uns dein Vertrauen zu schenken, uns eine Chance zu geben uns in dein Leben zu lassen - einfach so.


Eigentlich sollte der Paltz in deinem Körbchen längst wieder belegt sein, aber keiner ist wie du - und du fehlst!


Cäsar


Als der Zirkus dich nicht mehr wollte, bist du auf Umwegen zu uns gekommen. Du warst ein Überlebenskünstler, misstrauisch, futterneidisch und unsozial, nicht menschenbezogen. Von Anfang an war klar, dass du kein langes Leben mehr vor dir hast. Das leben im Zirkus hatte Spuren an deinem Körper hinterlassen, du hattest wohl mal sehr gehungert, schlechtes Futter, schlechte Zähne. Der Trubel in der Hochsaison war dir zuviel. Schon 2012 haben wir dich im Sommer als Beisteller vom Hof gebracht- Auch 2013 warst du unterwegs. Im letzten Sommer hatten wir dich auch vermittelt, an einen "Endplatz", der sich aber doch nicht als so passend für dich erwies, so dass wir dich im Spätsommer nach Hause holten. Du warst ruhiger und gelassener, wirktest zufrieden. Da du kaum noch Silage kauen konntest, haben wir dir den Luxus einer nächtlichen Einzelbox mit Extrafutter gegönnt. Anfang Januar tobtest du im Schnee mit den anderen Ponys über die Weide und warst besser zurecht als in den Jahren davor. 

Ende Januar hat ein Schlaganfall dich aus dem Leben gerissen. Am Ende warst du ruhiger wenn wir alle bei dir waren als wenn wir dich alleine gelassen hätten. Es war immer klar, dass du im Zirkus sicher kein gutes Leben hattest und daher Menschen nicht gerade als deine Freunde angesehen hast. Wir hoffen dass wir in 5 Jahren ein bisschen wieder gut machen konnten, was an dir verbrochen wurde. Am Ende waren wir alle um dich, Johny neben dir und du warst dankbar für unsere Nähe.

Wir sind froh, dass wir dich nach Hause geholt haben, denn hier warst du am glücklichsten.


Sandrine & Motte


Das Bild stellt Sandrine vor ihrer Zeit bei uns dar. Während Motte 2009 als Beistellerin vom Ponyhaus übernommen wurde, mußte Sandrine bis 2012 warten. Ponymädchen Luisa, die Sandrine aus ihrer Kindheit kannte, hat sie am Ende des Sommers 2012 übernommen und aufgepäppelt. Zu diesem Zeitpunkt ging es nur noch darum, Sandrine einen schönen Lebensabend zu bescheren, dass sie nicht mehr reitbar war, war unstrittig.

Während im Reitsport fast ausnahmslos jeder "Reiter" sein Turnierpferd, dem ehemalig besten Freund und Partner eine "Rente beim Schlachter" ermöglicht, oder es umständehalber in vermeintlich gute Hände verschachert, hat Luisa eines dieser ausgedienten Tiere übernommen, um ihr die Rente zu gönnen, die sie durch jahrelange harte Arbeit woanders eigentlich verdient hätte.

Daher gehört Luisa das letzte Wort:

Sandrine und Motte


Einige unserer Gäste werden sich vielleicht fragen, wo die Rentnerinnen, Rasenmäher und Kuschelponys zugleich geblieben sind. Leider muss ich sagen, dass sie innerhalb von zwei Wochen im April 2015 von uns gehen mussten. Der jeweilige Tag an dem sie starben kam für mich viel zu früh, doch war es der jeweils richtige Zeitpunkt für beide gewesen. Sie mussten sich nicht quälen und konnten ein friedliches Ende finden, welches sie sich definitiv verdient hatten. Denn schlecht behandelt wurden sie in Ihrem Leben oft genug….


Ich hörte manchmal Gäste über euch sagen, dass ihr ja die Ponys von … (Name des Vorbesitzers) seid. Wenn ich das hörte, platzte ich innerlich, denn das war eine Lüge, die der Vorbesitzer den Gästen erzählte. Tatsache war, dass man euch nicht mehr haben wollte, als ihr nicht mehr reitbar ward und damit nicht Gewinn einbringend. Ihr ward verbraucht und eure Körper kaputt als ihr zum Ponyhaus kamt. 


Sylvia hatte Motte im Spätsommer 2009 als Beistellerin für Struppy übernommen. Bereits zu diesem Zeitpunkt konnte Motte aufgrund ihrer Arthrose schlecht laufen. Dennoch war sie das erste Pony im Ponyhaus, obwohl sie hier nie mehr geritten wurde. Ihr knuffiges Aussehen mit Ihrer liebevollen Art sorgten dafür, dass sie sich gerade bei den kleineren Kindern an großer Beliebtheit erfreute. Darum war es nicht verwunderlich, dass sie oft Kinder fand, die sie putzten, knuddelten und Möhren mitbrachten. Obwohl sie selten im Mittelpunkt stand und meistens eher „mitlief„ war sie hier sehr glücklich. Sie war/ist wohl das bescheidenste Pony gewesen, was ich je kennenlernen durfte. Motte genoss fast 6 Jahre lang eine artgerechte Rente im Ponyhaus, die sie sich eigentlich woanders verdient hätte….Hätte Sylvia Motte nicht übernommen, hätte Motte 5 ½ Jahre weniger gelebt! Obwohl Motte immer schlechter laufen und sehen konnte, oft hustete und dadurch immer mehr von der Herde ausgegrenzt wurde und deswegen „nur noch„ mit ihrer besten Freundin Sandrine zusammenstehen konnte, waren diese 5 1/2 Jahre (soweit ich aus Mottes Leben weiß) wohl ihre glücklichsten Jahre, die sie in Ihrem Leben verbringen durfte. Motte ging in einem Alter von ca. 40 Jahren von uns. 


Im Spätsommer 2012 wurde Sandrine endlich mein eigenes Pony. Von Anfang an war klar, dass du wohl kein langes Leben mehr haben würdest…Bis auf die Knochen abgemagert und mit vielen anderen „Wehwehchen„ brachte ich dich zum Ponyhaus. Damals rechnete dir kaum noch jemand Chance zu, dass du überhaupt die ersten Monate überleben könntest… Doch die ersten Monate verliefen recht gut. Du hattest endlich genügend zu Fressen, hattest Menschen die sich um dich kümmerten und Motte, mit der du auf einer tollen Weide stehen durftest. Ich kannte dich und Motte bereits 10 Jahre bevor du mein Pony wurdest, doch hatte ich dich zuvor nie so glücklich erlebt. Aber als der Winter kam, fingen die Probleme an und du musstest wieder um dein Leben kämpfen. Du hattest eine Paddockbox mit Motte bekommen, damit du dir deine Beine vertreten konntest, nicht alleine warst und draußen stehen konntest, wann immer du wolltest. Da du aber jahrelang für ein halbes Jahr komplett in einer Box eingesperrt worden warst, bekamst du sogar in der Paddockbox Panik vor dem „eingesperrt„ sein. Also liefst du regelmäßig durch den Zaun auf die Wiese, sodass man dich immer wieder einfangen musste. Hinzukommend stellten wir fest, dass deine Zähne von dem jahrelangen falschen Futter völlig kaputt waren und du kein Heu mehr fressen konntest. Du warst immer eine Kämpferin gewesen, doch als ich in den Weihnachtsferien endlich kam, hattest du bereits so gut wie aufgegeben. Du warst verzweifelt und merktest selber wie schnell du dein Gewicht verlorst. Ich hatte das Glück, dich wieder so aufbauen zu können, dass du wieder zu kämpfen anfingst. Und bereits am Ende meines Aufenthalts fanden wir eine kalorienreiche Futtermischung für dich, die du Essen konntest. Dein Kampfgeist war wieder da und man sah dir an, dass du immer zufriedener wurdest und als du in den Frühling kamst, war dein Glück komplett. Du standst wieder mit Motte zusammen auf einer tollen Wiese und konntest dein Leben genießen. Du fandest öfters Kinder, die dich putzten, fütterten und knuddelten. Das war immer besonders toll für dich und einige hatten dich auch besonders gern, weil du immer lieb und geduldig warst. Aber Ich verbrachte natürlich auch so viel Zeit mit dir wie möglich. Neben dem stundenlangen Putzen und Verwöhnen machten wir auch öfters Bodenarbeit zusammen, da du vom Kopf her immer noch ziemlich fit warst. Dir machteste es Spaß gefördert zu werden und nicht einfach nur rumzustehen. Die Spaziergänge die wir zusammen machten, genossen wir beide sehr. Wir drehten sowohl kleine als auch größere Runden gemeinsam. Dabei grasten wir zwischendurch und trabten oder galoppierten zusammen. Deine Augen funkelten immer dabei und du warst so glücklich, wenn wir zusammen etwas unternahmen. Deswegen sahst du es des Öfteren nicht ein, wenn ich mit den Kindern andere Ponys putzte als dich. Dein Weg mich zu „erinnern„, dass du mein Pony bist, bestand darin, sich einfach mit auf die Putzplatte zu stellen. Die Gäste hatten meistens Verständnis dafür (Dankeschön dafür), sodass du dann von Ihnen zum Trost, da ich noch keine Zeit für dich hatte, gestreichelt wurdest. Das mochtest du auch immer sehr gerne. Du lebtest hier die letzten Jahre sehr glücklich und zufrieden und es waren auch deine schönsten Jahre, soweit ich aus deiner Vergangenheit weiß, die du je hattest. Du hattest immer mal Höhen und Tiefen, von deinem gesundheitlichen Stand aus betrachtet. Am Ende war es so, dass du immer noch kämpfen und leben wolltest und dein Körper dies nicht mehr zuließ… So wurdest du ca. 37 Jahre alt, was wohl vorher keiner mehr gedacht hätte. Ich konnte dir nicht alles widergutmachen, was all die Jahre zuvor an dir verbrochen wurde. Doch bin ich froh und dankbar darüber, dass ich dir wenigstens 2 ½ schöne Jahre geben konnte. Ich habe viel mit und von dir gelernt, viele Erfahrungen sammeln können und viel zusammen mit dir erlebt. Diese Erinnerungen wird mir keiner mehr nehmen können.

 

Ich möchte mich bei allen Kindern bedanken, die Motte und Sandrine geputzt, gefüttert und lieb gehabt haben. Die beiden „Omis„ haben sich darüber sehr gefreut. Es hat mich glücklich gemacht euch näher bringen zu können, dass man auch mit nicht reitbaren Pferden viel Freude haben kann. Das zum Reitsport nicht nur das reiten zählt, sondern die Partnerschaft zum Pferd im Vordergrund steht, habt ihr dadurch sehr schnell verstanden. Ein Pferd ist kein Sportgerät, welches man „wegwirft„, wenn es nicht mehr reitbar ist. Es ist ein Familienmitglied / Partner / Freund, welches einem immer zur Seite steht. Unsere Ponyhaus Kinder haben durch Motte und Sandrine noch mehr verstanden, dass dies auf Gegenseitigkeit beruhen sollte.

 

Ponymädchen Luisa

 

Oskar aus der Tonne

 

Im Herbst 2012 haben wir dich im Stall gefunden. Ein verhungertes, misshandeltes Katzenelend. Du warst schwach aber zornig und hast heiser gefaucht, so dass ich dich mit Handschuhen eingefangen habe. In Josies Zimmer hast du 2 Dosen Katzenfutter verschlungen und mich attackiert, sobald ich den Raum betrat. Nach allen Torturen, die du offensichtlich hinter dir hattest, war dein Lebenswille ungebrochen. Du warst verfloht und dreckig, so dass wir dich erst mal gebadet haben, was tiefe Kratzspuren bei uns zur Folge hatte. Im Laufe der Nacht hast du dich in meinen Arm gekrallt, als ob du dich am Leben festbeißen wolltest.

 

Der TA stellte am nächsten Tag alte Rippenbrüche, Beinbrüche, Brandlöcher und einen mehrfach gebrochenen Schwanz fest – neben der Unterernährung, dem Ungeziefer, den Parasiten dein kleinstes Problem. Der Kampf um dein Katzenleben begann und dauerte 1,5 Jahre. Neben vielen Injektionen, Bädern, Extrafutter etc. wurden dir irgendwann  ach alle Zähne bis auf 2 gezogen, da eine Entzündung in deinem Maul dich am Fressen hinderte. Abends hast du mit Anni das Haus verlassen und gestreunert. Gegen 22.00 Uhr standst du am Fenster, in deinem Maul eine tote Maus, dein Blick ein einziger Triumph – du hattest eine Maus erlegt! Stolz hast du sie durchs Wohnzimmer geschleppt und jedem von uns einzeln präsentiert. Nach deinem Siegeszug durch das Haus wurde die Beute in den Garten gezerrt und gefressen – es war deine erste und einzige Maus, die du in der Zeit bei uns gefangen hast.

 

Im Frühjahr 2014 ging es dir rapide schlechter. Fressen fiel schwer und in kurzer Zeit hattest du deutlich an Gewicht verloren. Dein kleiner geschundener Körper hatte keine Kraft mehr und am Ende konnten wir dich nur erlösen.

 

Anni und du – ihr wart keine Freunde und doch hat er dich die ganze Zeit toleriert, obwohl es sicher leicht gewesen wäre dich umzubringen. Als wir dich im Garten begruben war Anni bei uns und aus Solidarität hat er mit uns gemeinsam getrauert.

 

 

 

 

Jasper

 

Im Winter 2015 eroberten die „Kutschinskis“ Kasper & Jasper die Herzen der Ponyhaus-Bewohner. Als Zugpferde auf Langeoog verbrachtet ihr den Winter am Festland. Ihr hattet gute Wochen im Ponyhaus, bis ihr im Frühsommer 2016 auf die Insel zurück gefahren seid. Schon im Januar 2017 kündigte sich eure Rückkehr ins Ponyhaus an. Willkommen in unseren Herzen und willkommen in der Herde hattet ihr einen friedlichen Winter. Leider hatte Jasper gesundheitliche Probleme, er wirkte müde und lahmte. Tierarzt, Schmied, Gerd Groon, Nichts konnte helfen und wir waren ratlos.

Am 12.  Mai bist du gegangen, eine Kolik, schnell und ohne Aussicht auf Rettung. Kasper hat dich begleitet und seit dem steht er jeden Tag an der Stelle, an der du ihn für immer verlassen hast und trauert um dich. Wir stehen hilflos daneben, mit dem Wissen, dass wir dich nicht ersetzen können. Du fehlst.....

 


Am Ende.....

 

Wir kommen mit leeren Händen auf diese Welt und wir gehen mit leeren Händen von dieser Welt.

 

Was bleibt?

Von Euch bleiben die Erinnerungen, die die Kinder und wir an euch haben! 

Cäsar hat unzählige Kinder das erste Mal in ihrem Leben über die Galoppstrecke geschaukelt und sie alle werden ihn nie vergessen! 

Struppy hat immer auf "argerechte Haltung" bestanden, uns gezeigt dass er uns verstanden hat und unzähligen Kindern das "Reiten" beigebracht. Mit seinen hellseherischen Fähigkeiten erahnt, was wir wollten, stets bemüht allen Ansprüchen gerecht zu werden.

Valery, Oskar, Thor, Gipsy und Jasper, ihr alle habt etwas hier gelassen, unsere Erinnerungen an euch und was wir von euch lernen durften.

Danke dafür!

 

 

Testament eines Tieres

 

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,

um ihr Heim und alles, was sie haben

denen zu hinterlassen, die sie lieben.

 

Ich würde auch solch´ ein Testament machen,

wenn ich schreiben könnte.

 

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Tier

würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,

meine Futter, meinen Schlafplatz,

meine Freunde, mein Spielzeug

und die so geliebten Menschen,

die sanft streichelnde Hand,

die liebevolle Stimme,

den Platz, den ich in ihren Herzen hatte,

die Liebe, die mir zu guter Letzt

zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende geholfen hat,

gehalten im liebendem Arm.

 

Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:

"Nie wieder werde ich ein Tier haben,

der Verlust tut viel zu weh!"

 

Such Dir ein einsames, ungeliebtes Tier aus

und gib' ihm meinen Platz.

Das ist mein Erbe.

 

Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,

was ich geben kann.

 

Im Sommer 2015, wenige Wochen nach Sandrines Tod hat Luisa eine in große Not geratene Stute übernommen. Wir alle denken, dass Sandrine gegangen ist, damit sie den Platz bei Luisa frei machen konnte...